St. Christoph

Die frühgotische Pfarrkirche St. Christoph am Karmeliterplatz wurde zwischen 1292 und 1325 erbaut. Bei den schwerem Bombenangriffen auf Mainz 1942 und 1945 wurde sie fast vollständig zerstört. 1963/64 wurde die Ruine zum Mainzer Mahnmal und zu einer Kapelle umgestaltet. St. Christoph besitzt ein spätgotisches Taufbecken. In ihm soll Johannes Gutenberg getauft worden sein. Das moderne Relief zwischen den Betonstutzen stammt von dem Bildhauer Heinz Hemrich.

2010 nahm sich der Mainzer Mäzen Stefan Schmitz der mittlerweile stark in Mitleidenschaft gezogenen Ruine an. Seit 2012 besteht die "Initiative St. Christoph", die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Würde des Ortes mit öffentlichen und privaten Geldern wiederherzustellen. Gemeinsam mit der Stadt Mainz wurde ein Plan zur Sanierung der Gedenkstätte bis zum 70. Jahrestag der Zerstörung am 27. Februar 2015 erstellt.

Dieser Plan konnte erfolgreich umgesetzt werden. Die Sanierung der Ruine, des Turms und der Außenanlagen sind abgeschlossen. Eine Ausstellung im Inneren der Kirchenruine macht die Gedenkstätte seit 2015 zu einem generationenübergreifenden Ort der Erinnerung. Moderne leuchtend bunte Glastafeln veranschaulichen die Geschichte St. Christophs und informieren über die Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges in Mainz. Historische Fotos verdeutlichen die starke Zerstörung der Stadt bis zum Kriegsende.

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