Von den einst 34 Tor- und Wachtürmen der mittelalterlichen Stadtbefestigung sind heute nur noch drei erhalten: der Alexanderturm, der Holzturm und der um 1240 errichtete Eisenturm, der als steinernes Zeugnis jener Epoche gilt und seinen Namen dem früher am Rheinufer abgehaltenen Eisenmarkt verdankt.
Im Laufe der Jahrhunderte diente der Eisenturm wechselnden Zwecken – vom Torturm über ein Militärgefängnis bis hin zu einem Ort für Kunstausstellungen. Heute liegt er zwischen dem Rathaus, der Rheinstraße und dem Einkaufszentrum Am Brand und strahlt nach wie vor mittelalterlichen Charme aus. Der 1975 gegründete Kunstverein Eisenturm Mainz e. V. nutzt den Turm als Ausstellungsraum und ermöglicht es Besuchern, historische Atmosphäre zu erleben und gleichzeitig zeitgenössische Kunst zu entdecken. Informationen zu aktuellen Ausstellungen und Öffnungszeiten finden sich auf der Website des Vereins.
Klicken Sie hier, um eine Karte von Google Maps zu laden. Dabei werden Daten an Google übertragen.
| Montag | 08:15-18:00 Uhr |
| Dienstag | 08:15-18:00 Uhr |
| Mittwoch | 08:15-13:00 Uhr |
| Donnerstag | 08:15-18:00 Uhr |
| Freitag | 08:15-13:00 Uhr |
Die Fassade ist durch spitzbogige Blendrahmenfenster in gleichmäßiger Anordnung gegliedert. Über der Toröffnung befinden sich auf der Stadtseite je zwei große Nischen, die gekuppelte Spitzbogenfenster und Reliefs in den Bogenfeldern enthalten: links die Büsten eines Königs, rechts ein Patrizierpaar mit Haarreif. Vergleichbare steinerne Halbfiguren bürgerlicher Liebespaare aus dem 14. Jahrhundert, ursprünglich vom kriegszerstörten Haus „Zum Molsberg“, sind heute im Landesmuseum erhalten. Die spitzbogige, gekehlte Torfahrt ist stadtseitig kreuzrippengewölbt und liegt etwa zwei Meter unter dem heutigen Straßenniveau. Der zwölf Meter hohe Turmhelm in Form eines steilen Zeltdachs sowie die Eckerkertürmchen mit spitzen Hauben entsprechen der typischen Wehrturm-Bekrönung des 15. Jahrhunderts und wurden 1961 teilweise rekonstruiert.
Klicken Sie hier, um eine Karte von Google Maps zu laden. Dabei werden Daten an Google übertragen.